Experiment - Durstige Erbsen bringen Gips zum Platzen

Experiment - Durstige Erbsen bringen Gips zum Platzen

„Sogar eine Erbse kann Gips zum Platzen bringen“, ….. Unser Experiment beweist es.

Füllt einen Plastikbecher zu etwa einem Viertel mit Wasser. Gebt einen guten halben Becher Gips dazu und rührt das Ganze um. Schaut zur Sicherheit vorher auf die Mengenangaben auf der Packung. Manchmal wird da ein anderes Mischverhältnis angegeben, dafür braucht ihr dann eine Waage.

Am Ende sollte der Gipsbrei zähflüssig sein. Perfekt ist er, wenn er sich noch gießen lässt. Dann erst kommt eine Handvoll getrocknete Erbsen (oder Bohnen oder Linsen) hinzu. Rührt alles vorsichtig um. Jetzt müsst ihr warten.

Nach etwa 30 Minuten ist der Gips schon ziemlich hart. Stellt den Becher am besten auf die Fensterbank. Dann müsst ihr einige Tage warten. Ihr solltet aber mehrmals täglich nachschauen, ob sich im Becher schon etwas tut. Ihr könnt die Wartezeit auch verkürzen, wenn ihr den Gips ab und zu befeuchtet, am besten mit einer Sprühflasche.

Was seht ihr nach ein bis zwei Tagen? Der Gips hat Risse bekommen. Die Erbsen haben es tatsächlich geschafft, ihn zu sprengen. Die Erklärung: Erbsen (oder Bohnen und Linsen) sind Samen. In ihnen liegt versteckt ein Keimling. Aus einem Keimling kann eine neue Pflanze wachsen. Pflanzensamen wachsen, sobald man sie in die Erde pflanzt. Aber dafür ist nicht die Erde verantwortlich, sondern das Wasser in der Erde. Auf trockener Erde könnte ein Samen jahrelang liegen, ohne dass etwas passieren würde. Die Erbsen bestehen wie andere Pflanzen aus vielen winzigen kleinen Zellen. Ist Wasser vorhanden, saugen die Zellen der getrockneten Erbsen das Wasser wie ein Schwamm auf und quellen auf. Dabei dehnen sie sich sich mit großer Kraft aus und verschaffen sich Platz. Dazu reicht das Wasser aus dem feuchten Gips. Beim Quellen werden die Erbsen immer größer und sprengen den Gips schließlich. Wenn ihr noch etwas länger wartet – drei bis vier Tage – platzen sogar die Erbsen auf, und der Keim schaut heraus. Zum Schluss lassen die keimenden Erbsen sogar den Plastikbecher platzen. Allerdings kann der Keimling im Gips nicht lange überleben. Denn nun braucht er Nährstoffe. Und die gibt es nur in der Erde, nicht aber im Gips.

 

 

Das Material:

eine Handvoll getrocknete Erbsen, Bohnen oder Linsen

zwei durchsichtige größere Plastikbecher

Wasser

ein Löffel/Stock zum Umrühren

evtl. eine Küchenwaage

Gips (Modelliergips oder Bastelgips eignen sich besser als Baugips)

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